Ahnenforschung warum, seit wann und wie.

Für die Wurzeln unserer Familie sowie für Heimatgeschichte habe ich mich eigentlich schon immer interessiert. Seit etwa 1987/90 hatte ich vor, mich irgendwie schriftlich zu unserer Familie zu äußern. Aber während der Berufstätigkeit hatte ich nicht die nötige Ruhe und Zeit und außerdem hatte ich noch Skrupel mit einem Buch oder Tagebuch an die Öffentlichkeit zu gehen. Und so kam ich auf die Idee mal eine Ahnentafel aufzuzeichnen (ohne jemals etwas von Genealogie gehört zuhaben).

Durch Todesfälle in der Familie kamen dann alte Fotos und damit eigene und Erinnerungen älterer Verwandten ins Gedächtnis. Dabei bekam ich auch eine erste handgeschriebene Ahnentafel der Familie Petzer (Onkel meiner Frau mütterlicherseits) in die Hände. Das war dann Anfang 1992 der Start mich intensiver mit der Ahnenforschung.

Zuerst habe ich alles auf selbst entworfenen Familienbögen, Tabellen und Tafeln handschriftlich festgehalten. Nach und nach habe ich mich mehr mit der Theorie der Genealogie und ihren Hilfswissenschaften beschäftigt und danach mein zusammengetragenes Material geordnet. Natürlich habe auch ich Freude daran, wenn ich in einigen Zweigen eine Generation weiter komme, aber ich lege von Anfang an Wert auf inhaltliche Probleme, wie Berufe und ihre Bedeutung oder Besonderheiten in einer bestimmten Region bzw. zu einer bestimmten Zeit. Dazu zählen zum Beispiel auch Geburtenhäufigkeit, Kindersterblichkeit, Todesursachen allgemein uvam.

Soweit es möglich ist, möchte ich über die jüngsten Generationen von noch lebenden Zeitzeugen oder aus persönlichen Dokumenten, Geschichten und damit Geschichte erfahren, welche die Familienentwicklung lebendig werden lassen. Dazu leisten mir die bereits oben erwähnten alten Fotos und Tagebücher gute Dienste. Ich weiß, der normale Weg ist, an ein Pfarramt oder ein Archiv zu schreiben und um Auskunft nach bestimmten Vorfahren zu bitten.

Meine Methode war bisher etwas anders. Wenn es irgendwie zu machen war oder ist, fahre ich in den jeweiligen Ort, spreche persönlich beim Standes- oder Pfarramt vor und versuche selbst in die Bücher Einblick zunehmen. Das ist zwar arbeits-und geldaufwendiger, aber von größerem Erfolg gekrönt. Man erfährt vor Ort viel mehr Einzelheiten zu Land und Leuten.

In jedem Falle bemühe ich mich bei allen Generationen die Geschwister und damit eben die Seitenlinien von Onkel, Tanten sowie Cousins und Cousinen herauszufinden. Damit gehen die Tafeln eben innerhalb einer Generation mehr in die Breite.

Seit dem Sommer 2000 arbeite ich mit meiner Ahnenforschung am PC. Zuerst am Computer unserer Tochter und seit Februar 2001 an eigenen Notebooks. Verwendet wird das Programm "Familienstammbaum" von Broderbund; hatte im Okt. 2007 fast 700 Personen, teilweise bis zur XIII. Generation bis vor 1699 zurück, zusammen getragen. Es reifte dann die Erkenntnis,dass man auch ab und zu in Archiven und Bibliotheken herum zuwühlen, um auch einmal aus einer bestimmten Region breite Informationen zu erhalten. Deshalb bin ich auch seit Anfang September 2001 Mitglied im HEROLD (der älteste Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften > 3. November 1869 zu Berlin gegründet<) Dadurch komme ich außer über Internet-Kontakte zu zahlreichen Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches mit anderen, zum Teil sehr versierten Genealogen. Dazu diente z. B. auch meine Teilnahme am Genealogentag im September 2001.

Die jüngsten Generationen unserer Familie sind meist in Berlin geboren und haben hier gelebt. Die Wurzeln bei meinem Vater gehen nach Schlesien (Kreis Liegnitz) und Mecklenburg (Kreis Demmin), bei meiner Mutter nach Thüringen (Kreis Rudolstadt) zurück. Die Vorfahren meiner Frau stammen aus Ostpreußen, Brandenburg - Neumark (heute Westpolen).

Ich habe lange überlegt für wen und von wo an, fertige ich die Ahnentafeln an. Erst wollte ich bei den (noch nicht existierenden) Urenkeln anfangen, habe mich aber dann doch entschlossen bei unseren Enkeln TINA und ULI als Bezugpersonen zu beginnen. Erstere habe ich ja auch dann als Aufhänger für diese Homepage genommen. Die Nummerierung mit Kennziffern nach Sosa und Kekule´ der Generationen (I, II, III, IV, ...) und der einzelnen Personen (1, 2, 3, ...) beziehen sich immer auf Tina (I/1, II/2-3, III/4-7, ...).

Peter Köhler,

Berlin

Tel./Fax. 030 9755331

E-Mail: KoehlerAhnen@aol.com