Namen

(Struktur für diese Seiten? "Namen" müssen noch verbessert und erweitert werden!
Außer "Familiennamen", die am 29.November 2002 vollständig neu auf die HP gebracht wurden, könnte das noch sein:
2.) Ruf- (Vor) Namen, 3.) Berufs- und Standesnamen und 4.) Ortsnamen. Alle sollen möglichst durch Erläuterungen über Bedeutung (Familiennamen) und Herkunft Auskunft geben. Das ist für Letztgenante am schwierigsten. Deshalb wird sie zum Schluss erarbeitet werden.)

Zu den am häufigsten vorkommenden Namen führen Links zu den Nachkommenlisten!

Familiennamen

ADAM, ALTHAMMER, ANDING,

BACHMANN, BALSCHUN, BARTZ, BEHM, BELO, BELOW, BERGMANN, BERGNER, BLÜMEL, BOBZIN, BODENBURG, BORCHARD, BORCHERT, BRACKMANUS, BREITER, BREHME, BRENNER, BRETERNITZ, BRIEF, BURMEISTER

C:

DÄHN, DEDERICHS, DENSOW, DETTMANN, DIEKMANN, DIENER, DOBERITZ, DÖRRE, DRAESEL,

E:

FANSLOW, FLECK, FÖRSTER, FRANKE, FRANKOWICZ, FRANZ, FRITZSCHE, FRÖBEL, FUHRMANN,

GAU, GIELOW, GLÄNZDORF, GRAICHEN, GRÖNING, GROSS, GROßKOPF, GRULL, GÜLDEPENNIG,

HAUß, HEERWAGEN, HEGERTH, HELBIG, HERMES, HERRLICH, HEUNEMANN, HIELSCHER, HOFFMANN, HOFMANN, HOLTZ, HÜBNER, HUE, HUK,

I:

JÖRENT, JOERENDT, JUNGHANS,

KAGEL, KAHLFELD, KALBIN, KALB(IN), KALKREUTH, KEHL, KEILBAUER, KELLER, KITTLER, KLINGER, KOBER, KOCH, KOCK, KÖHLER, KÖPPEN, KRACHT, KRANZ, KRONENBURG, KÜSTER, KUKUK, KUNERT,

LEDWA, LEHMANN, LEUTERT, LEWERENZ, LINGE, LINGEL, LIST, LORENZ, LUCKERT,

MAAß, MÄHLER, MALO, MAROWSKY, MATTHIAS, MAURER, MECKELBURG, MEIßNER, MEYER, MICHEL, MIDDELDORF, MÜLLER, MUNSCHE,

NAGEL, NAGELSCHMIDT, NAUMANN, NEUBAUER, NEUBERT, NEUMANN, NEY, NOTH,

OESTEREICH, OTTO,

PAARMANN, PÄCH, PETZER, PFEFFERKORN, PHILLIP, PILZ, PLOG, POTT,

RAMM, RANTES, RATHKE, RAUSCHKE, REINHARD, REINHARDT, RENELL, RHODE, RITTER,RUPPELT,

SADEWAHSER, SCHAU, SCHIELDROTH, SCHILLING, SCHIRMER, SCHLEIZER, SCHMIDT, SCHMOLLING, SCHULZ, SCHULZE, SCHURICK, SCHUSTER, SCHÜTT, STARK, SCHWARZ, SIMON, SITTIG, SOMMER, SPEER, SPRIGADE, STÄMMLER, STAVENHAGEN, STERNKOPF, STÖHR, STRAHS,

THIEME, THOMS, TOFFEL, TRIMTER, TUNGER,

U,

VOIGT,

WAGNER, WALCHER, WALTHER, WANDERER, WELK, WESTPHAL, WIENHOLD, WIESE, WINKLER, WINZENTZ, WITTE, WOLL,

X, Y,

ZACHARIAS, ZANDER, ZUCKER,

Bedeutung der Namen

Familiennamen

(einige Familiennamen sind mit Rufnamen identisch oder unmittelbar abgeleitet)

[ aktualisiert am 6. März 2003]

Below:

Herkunftsname zu dem gleich lautenden Ortsnamen in Mecklenburg.

Below ist ein sehr kleiner Ort ca. 12 Km nördlich von Wittstock an der Dosse

Blümel:

Ableitung von Blume mit -l-Suffix.

Blume:

So einfach die sprachliche Herleitung dieses Familiennamens von mhd. bluome »Blume, Blüte« ist, so vielfältig sind die Anlässe, die zur Vergabe dieses Namens geführt haben können:

1.Übername für jemanden, der eine auffällige Verzierung in Form von einer Blume an seiner Kleidung trug.

2.Da mhd. bluome aber auch im bildlichen Sinne »das Schönste, das Beste seiner Art« meint, könnte hier auch diese Bedeutung, vielleicht ironisch gemeint, vorliegen.

3.Hausname: Als Hauszeichen war die Blume außerordentlich beliebt. So ist z. B. schon i. J. 1197 in Köln ein Haus que flos dicitur [das Blume genannt wird] bezeugt. Nach derartigen Hausnamen wurden gerne die Einwohner benannt.

4.Berufsübername für den Blumengärtner.

5.Berufsübername: Als »Blume« wurde auch eine Art Gewürz, vielleicht die Muskatnuss, bezeichnet, sodass auch der Gewürzhändler gemeint sein könnte.

6.Herkunftsname zu dem Ortsnamen Blume (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen).

Borchert:

aus einer niederdeutschen Form von Burkhard hervorgegangener Familienname. Bekannter Namensträger: Wolfgang Borchert, deutscher Schriftsteller (20.Jh.).

Burkhard, Burkhar(d)t:

aus dem gleich lautenden Rufnamen (burg + harti) entstandene Familiennamen. Burkhard war im Mittelalter ein allgemein verbreiteter Rufname, der vor allem im alemannischen Raum sehr beliebt war. Viele heutige Familiennamen sind aus diesem Rufnamen hervorgegangen. Hochdeutsche Varianten der Vollform begegnen uns z.B. in den Familiennamen Burchardt, Burckhard(t), Burghard(t), Purkhart, Burkardt, Burchert, Burkert, Bruckhardt, Bruckert, Brückert. Die Familiennamen Borchard(t), Borgard(t), Borghardt, Borchert sind aus niederdeutschen Varianten von Burkhard entstanden. Hierzu gehören die patronymischen Formen Borchers und Borcherding. Der Familienname Burchardi ist eine patronymische Bildung, die auf den Genitiv der latinisierten Form Burchardus zurückgeht. Aus Kurz- und Koseformen von Burkhard leiten sich u.a. die Familiennamen Buck, Puck, Buri, Bury, Bork, Burk(e), Bürki, Bürkle, Bürklin, Botz, Bötz, Butz, Butsch, Bosse, Busse, Buß, Buske, Bußmann ab. Eine patronymische Bildung zu Busse ist der vor allem in Westfalen und Ostfalen vorkommende Familienname Büssing. Bei den Familiennamen Bussenius und Bussius handelt es sich um aus der Humanistenzeit stammende Latinisierungen von Busse. Aus Ableitungen von Bosse und Busse mit dem Suffix -hart sind die alemannischen Familiennamen Bos(s)har(d)t, Boßhar(d)t, Bossard, Bossert, Bußhard(t), Bussert gebildet.

Breiter:

Ableitung auf -er zu Breit (2.) und (3.).

Breit:

1.Übername zu mhd. breit »weit ausgedehnt, breit«; bildlich »weit verbreitet, groß, berühmt«. 2.Wohnstättenname zu mhd. breite »Breite, breiter Teil, Acker« für den Bewohner oder Besitzer einer »Breite«(offene Flur).

3.Herkunftsname zu den Ortsnamen Breidt (Nordrhein-Westfalen) und Breit (Rheinland-Pfalz).

Dörr(e):

mittel- und niederdeutsche Übernamen zu mnd. dörre, dörr »welk, dürr, trocken« für einen dürren, »vertrockneten« Menschen.

Frank(e):

1.Aus dem gleich lautenden deutschen Rufnamen (ahd. Franko »der Franke«) hervorgegangene Familiennamen.

2.Herkunftsnamen: »der aus Franken«.

3.Übernamen zu mhd. franc »frei«. Bekannte Namensträgerin: Anne Frank, Kind einer deutsch-jüdischen Familie, bekannt durch ihr im Amsterdamer Versteck geschriebenes Tagebuch (20.Jh.).

Franz(e):

aus dem Rufnamen Franz entstandene Familiennamen. Franz ist die deutsche Form von Franziskus, einer Latinisierung von italienisch Francesco (»Französlein«). Die mittelalterliche Verbreitung dieses Rufnamens geht auf den heiligen Franz von Assisi (12./13.Jh.), den bedeutenden Prediger und Stifter des Franziskanerordens, zurück. Mehrere Ableitungen von Franz begegnen uns unter den heutigen Familiennamen. Aus Koseformen von Franz sind u.a. der Familienname Franzmann sowie die oberdeutschen Familiennamen Frän(t)zel und Frenzel entstanden. Der Familienname Franzke kann niederdeutschen oder slawischen Ursprungs sein. Die patronymischen Bildungen Fran(t)zen und Frans(s)en sind im Nordwesten und Norden des deutschen Sprachgebiets heimisch. Bei dem Familiennamen Frannek handelt es sich um eine polnische Ableitung von Franz.

Frobel, Fröbel:

1.Herkunftsname zu Ortsnamen wie Fröbel, Fröbeln, Frobelwitz (Schlesien), Fröba (Franken)

2.Aus dem alten deutschen Rufnamen Frodewin (Frohwein) hervorgegangener Familienname.

3.Aus dem polnischen Übernamen Wróbel (<poln. wróbel »Sperling«) entstandener Familienname. Bekannter Namensträger: Friedrich Wilhelm August Fröbel, (deutscher Pädagoge 18./19.Jh.).
--> "unser" Karl Fröbel ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großcousin vom Friedrich Fröbel!
(muss aber noch erforscht werden!)

Frohwein:

aus einer Umdeutung des alten deutschen Rufnamens Frodewin (frot + wini) =(klug, weise, erfahren bzw. froh, heiter, fröhlich + Freund, Geliebter) entstandener Familienname.

Gau:

1.Übername zu mnd. gouwe, gauwe »rasch, schnell; der rasch und schnell begreift, klug«. 2.Wohnstättenname für jemanden, der auf dem Land wohnte (zu mhd. göu, gou »Gegend, Landschaft, Gau«, mhd. göuman »Landmann, Landbewohner«).

Hubner, Hübner:

1.Huber, Hüber.

2.Herkunftsnamen zu dem Ortsnamen Huben (Bayern, Österreich, Schweiz).

Huber, Hüber:

1.Standesnamen für den Bauern, der eine Hube innehatte (zu mhd. huober, huob[e]ner »Inhaber einer Hube, Erblehenbauer«, vgl. Hube). Je nach Gegend konnte der Huber einen halben oder auch einen ganzen Hof bewirtschaften.

2.Gelegentlich Herkunftsnamen zu einem der zahlreichen Ortsnamen Hub (Bayern, Österreich). Der Name ist typisch süddeutsch: Während »Huber« deutschlandweit den 40. Platz in der Ranghäufigkeit einnimmt, liegt er in den Bereichen Rosenheim, Landshut und Ingolstadt an erster, in München, Garmisch-Partenkirchen und Offenburg an zweiter Stelle. Bekannte Namensträger: Wolf Huber, deutscher Maler, Zeichner und Baumeister (15./16.Jh.); Anke Huber, deutsche Tennisspielerin (20./21.Jh.).

Hube:

Übername zu mhd. huobe, md. hube »Stück Land von einem gewissen Ausmaß (3060 Morgen), Hufe«.

Kalb:

Berufsübername zu mhd. kalp »Kalb« für einen Fleischer bzw. im bildlichen Sinn Übername für einen dummen Menschen. C.Kalb ist a. 1392 in Nürnberg bezeugt. Bekannte Namensträgerin: Charlotte von Kalb, deutsche Schriftstellerin (18./19.Jh.).

Kalkreuth:

Vom Ortsnamen (Schles., Sachsen), zu den fränkischem N. -reuth eine >>Rodung<< zu mhd. riute = reut »Stück Land, das durch Rodung urbar gemacht wurde«. Vielleicht eine Zusammensetzung aus Kalk und dem Wohnstättennamen Reut(h)er. Vermutlich wurde ein Stück Wald gerodet zum Brechen des Kalkes oder um an der Stelle Kalk zu brennen. Oder einer der an einer kalkigen Reuth wohnte. Kalchreuth bei Nürnberg. Ein früher Beleg Kalckreut 1520 Nürnberg

Köhler, Kohler, Koehler, Köl(l)er, Kähler, Kahler: (Köhler ist mit dem 35. Rang - dicht hinter Maier - einer der häufig vorkommenden Familiennamen im deutschsprachigem Raum. Dabei ging 1995 davon aus, dass es in Dtl. über 900 000 Familienamen gab!)

Berufsnamen zu mhd. koler »Köhler, Kohlenbrenner«. Der Köhler stellte Holzkohle durch Verschwelen von Waldbeständen im Kohlenmeiler her. Im Mittelalter war Steinkohle noch nicht in Gebrauch. Heute ein fast ausgestorbenes Gewerbe. Spottname: Rußwurm.Ein früher Beleg aus Nürnberg ist C. dictus [genannt] Colaer a. 1246.

Im dtv-Atlas Namenkunde von Prof. Dr. Konrad Kunze auf den Seiten 158/159 ist die Lautgeographie von Köhler ausführlich beschrieben und von Hans-Joachim Paul in einer Graphik dargestellt.

Kracht:

1. Übername zu mnd. kracht »Kraft« für einen starken Menschen.

2.Aus dem gleich bedeutenden niederdeutschen Rufnamen Crachto hervorgegangener Familienname.

Ku(c)ku(c)k:

1. Übername zu mhd. kukuk »Kuckuck«, übertragen für einen überheblichen oder närrischen Menschen.
2. Herkunftsname nach dem kleinem Ort Kukuk am Kleinpritzener See,

ca. 12 Km ostsüdöstlich von Sternberg in Mecklenburg.

Kuster, Küster:

Amtsnamen zu mhd. kuster (<mlat. custor »Wächter«) »Küster«. Ursprünglich bezeichnete das Wort den Geistlichen eines Klosters oder Stiftes, der die Aufsicht über den Kirchenschatz und die kirchlichen Geräte hatte, später den Kirchendiener. Diese vorwiegend mitteldeutsche Bezeichnung hat sich seit der Reformation als Wort der Schriftsprache durchgesetzt. Mehrere heutige Familiennamen gehen auf das Amt des Kirchendieners zurück. Der Familienname Sigrist ist am Oberrhein und in der Schweiz heimisch. Oberdeutscher Herkunft sind Messner und Messmer. Im Norden begegnet uns Oppermann. Im deutschen Westen ist Offermann verbreitet, im Osten Kirch(n)er. Den Familiennamen Kircher/Kirchner kann auch ein Herkunftsname oder Wohnstättenname zugrunde liegen.

Linge:

1.Wohnstättenname zu niederdt. mda. Linge »schmaler Landstrich, Landzunge, Kanal«.

2.Übername zu mhd. linge »eilig«.

3.Variante von Link(e).

Link(e):

Übernamen zu mnd. link »link«, mhd. linc »link, linkisch, unwissend« für einen Linkshänder oder einen linkischen, ungeschickten Menschen. Chunr. Linke ist a. 1323 in Nürnberg überliefert. Bekannte Namensträgerin: Susanne Linke, deut-scheTänzerin und Choreographin (20./ 21.Jh.).

Meissner, Meißner:

1.Herkunftsnamen zu dem Orts- und Lanschaftsnamen Meißen (Sachsen).

2.Berufsübernamen für einen Händler mit in Meißen hergestellten Tuchen.

Neumann:

Übername zu mhd. niuwe »neu« und mhd. man »Mann« für den Neubürger, den Zugezogenen, den neuen Ansiedler. Bekannter Namensträger: Balthasar Neumann, deutscher Architekt (17./18.Jh.).

Ramm:

1.Übername zu mhd. ram »Widder, Schafsbock«.

2.Herkunftsname zu dem gleich lautenden Ortsnamen (Mecklenburg-Vorpommern, bei Danzig).

Schleitzer, Schleizer:

Herkunftsnamen zu dem Ortsnamen Schleiz (Thüringen).

Sternkopf:

Überame zu mhd. "ster(e), sterre" = Widder, Schafbock oder Stier, entweder aus dem ÜN. oder als Widderkopf = starr, stur als Eigenschaft. Im Lateinischen: störrisch; Das bedeutet, dass ein Urahn vor grauer Zeit den Namen als besondere Charaktereigenschaft erhalten hat 2. Hausnamen: er stammte aus dem Haus mit dem Widderkopf! (siehe dazu auch Blume!)

Thieme:

aus einer Kurzform von Thiedmar (Dietmar) hervorgegangener Familienname.

Dietmar:

aus dem gleich lautenden Rufnamen (thiot + mari) hervorgegangener Familienname. Varianten der Vollform begegnen uns in den Familiennamen Diemer, Dithmar, Dithmer, Dittmar, Dittmer, Dippmar, Dippmer, Dethmar, Dettmar und Dettmer mit den patronymischen Formen Dittmers, Dettmers und Dettmering. Aus Kurz- und Koseformen von Dietmar sind die Familiennamen Diehm und Diem(e) mit der patronymischen Form Diemler entstanden. Ebenfalls von Kurz- und Koseformen leiten sich die Familiennamen Temme, Thiem(e), Thimm, Tim ab.

Wagner, Wägner:

Berufsnamen zu mhd. wagener »Wagner, Wagenmacher«. Wagner, ursprünglich eine oberdeutsche Form, nimmt gegenwärtig die 7. Position in der Häufigkeitsrangfolge der deutschen Familiennamen ein. Die Familiennamen Wegener und Wegner sind vor allem im niederdeutschen Raum verbreitet. Die Varianten Wahner, Wähner, Wehner, Weiner sind durch Zusammenziehung entstanden. Spezielle Bezeichnungen für den Wagenbauer haben u.a. die Familiennamen Rademacher, Rademaker im Nordwesten, Stellmacher im Nordosten, Ass(en)macher (zu mnd. asse »Achse«) im Rheinland gestiftet. Bekannter Namensträger: Richard Wagner, deutscher Komponist (19.Jh.).

Weiss, Weiß:

1.Übernamen zu mhd. wz »weiß« nach der Haar- oder Hautfarbe des ersten Namensträgers.

2.Weise. Eberl Weizz ist a. 1369 in München bezeugt. Bekannter Namensträger: Peter Weiss, deutscher Schriftsteller (20.Jh.).

Weise:

1.Übername zu mhd. ws, wse, mnd. ws »verständig, erfahren, klug, kundig, weise«.

2.Weiss, Weisse.

3.Übername zu mhd. weise, mnd. wese, weise »Waise, Waisenkind«. Bekannter Namensträger: Christian Weise, deutscher Dichter (17./18.Jh.).

Winkler:

1.Ableitung auf -er von Winkel.

2.Niederdeutscher Berufsname für den Kleinhändler, den Inhaber eines Kramladens (aus mnd. winkel »Winkel, [Haus-]Ecke« entwickelte sich die Bedeutung »Kramladen«). Hans Winkler ist a. 1370 in Nürnberg bezeugt.

Winkel:

1.Wohnstättenname zu mhd., mnd. winkel »Winkel, Ecke; abseits gelegener, verborgener Raum«.

2.Herkunftsname zu den häufigen Ortsnamen Wink(e)l, Winkeln. Hans Wynckel ist a. 1355/1383 in Halle/S. bezeugt.

Witte:

1.Übername zu mnd. wit »weiß« nach der Haar- oder Hautfarbe des ersten Namensträgers. 2.Gelegentlich Witt (2.). Borchardus Witte ist a. 1309 in Hannover überliefert.

Witt:

1.Niederdeutscher Übername; Witte.

2.Gelegentlich (in Oberdeutschland immer) aus einer Kurzform von Rufnamen, die das Namenwort widu enthalten (vgl. Witter [1.]), entstandener Familienname. Bekannte Namensträgerin: Katarina Witt, deutsche Eiskunstläuferin (20./21.Jh.).

Witter:

1.Aus dem alten deutschen Rufnamen Widher/Wither (widu + heri) entstandener Familienname. 2.Berufname zu mnd. witten »weiß machen, tünchen« für den Tüncher.

3.Berufsübername zu mnd. witten »weiß sieden, den Feingehalt von Gold und Silber bestimmen« für den Münzer. Bekannter Namensträger: Ben Witter, deutscher Schriftsteller (20.Jh.).)

Zander:

1.Aus einer durch Kürzung im Anlaut entstandenen Form von Alexander hervorgegangener Familienname.

2.Da das gleich lautende Wort für den Flussfisch sich erst seit dem 16.Jh. verbreitete, kommt es für die Entstehung des Familiennamens kaum mehr infrage. Christianus zander ist a. 1393 in Bonn bezeugt.

Zucker:

1.Berufsübername zu mhd. zuc(k)er »Zucker« für den Zuckermacher oder -händler bzw. Übername für den Liebhaber von Süßigkeiten. 2.Übername zu mhd. zucker, zücker »Räuber« (<mhd. zücken, zucken »schnell ergreifen, an sich reißen, rauben«).